Startseite | Hintergrundinfos | Biografie und Kontaktdaten | Texte (Lyrik) | Links zur Wiener Kunstszene Objektkunst  
 Neueste Objekte Objekte 2009-2010 | Objekte 2005-2008 | Werkverzeichnis | Materialsuche
Objektkunst
st.fux FUX Objektkunst Stefan Fuchs

 

 

 


SIE BEFINDEN SICH AUF DER ALTEN WEBSITE
DIESE SEITEN WERDEN NICHT MEHR GEWARTET
BITTE BESUCHEN SIE MEINE NEUEN SEITEN

Hintergrundinformationen zu meiner künstlerischen Arbeit

 
Einige Bilder meines Materialfundus >>>
 
Die folgenden Texte können Sie auch downloaden >> Texte zur Kunst (PDF, 183 kB)
 
 
Wie alles begann (Teil 1) - Oktober 2010
 

Begonnen hat alles mit einem Zufallsfund. Beim Herumlaufen auf dem frisch gepflügten Feld neben dem Haus meiner Eltern entdeckte ich den Henkel eines zerbrochenen Krugs. Die geheimnisvolle Marke mit der es versehen war, verstärkte die faszinierende Wirkung dieses an sich unscheinbaren, braunen, erdverkrusteten Scherbens auf mich. Eine Leidenschaft war geweckt, da war ich sechs oder sieben Jahre alt.
Von da an verbrachte ich über Jahre hinweg einen Großteil meiner schul- und lernfreien Zeit auf den Feldern der näheren Umgebung. In Gummistiefeln schritt ich die Felder in peniblen Bahnen ab, immer auf der Suche nach Tonscherben und anderen Bodenfunden.
Die Motivation für dieses ausdauernde Tun war jedoch nicht, wie vielleicht zu vermuten wäre, der Traum dabei auf einen aufregenden Schatz zu stoßen - nein, das war mir nie wichtig, ich ging auch nicht davon aus, dass ein solcher in den Äckern meiner Nachbarschaft zu finden sei. Für mich war es aufregend genug, alle paar Meter einen grauen Tonscherben aus der Erde zu befreien. Das schulte vor allem meine Augen auch noch so unscheinbaren Dingen wahr zu nehmen.
Ohne es zu wissen, ging ich auf meiner Suche nach der Methode der Oberflächenarchäologie vor. Was ich dann jedoch relativ früh wusste, so mit neun oder zehn Jahren: ich wollte Archäologe werden. Daraus ist dann nichts geworden. Geblieben ist mir das Gehen mit offenem, aufmerksamem Blick, die Wertschätzung, die ich Dingen entgegenbringe. Im Grunde treibe ich auch heute noch Oberflächenarchäologie, wenn ich samstags meine Bahnen über den Naschmarktflohmarkt ziehe auf der Suche nach verwertbaren Dingen für meine Kunst. Unscheinbare und meist auch unbrauchbare, für andere wertlose Gegenstände sind es, die ich mir aus dem sich wöchentlich veränderten Riesenchaos heraussuche. Dabei gehe ich sehr selektiv vor, geleitet von meinen ästhetischen Parametern und Prinzipien. Dennoch kommen teils große Mengen zusammen, die ich dann mit Trolley und Rucksack ins Atelier transportiere. Dort wird noch mal alles gesichtet, geprüft und anschließend einsortiert, ins System aufgenommen.

 
 
Pressetext zu "In den Ritzen der Zeit", Galerie Rytmogram, Bad Ischl
Eröffnung am 18. Juni 2010 um 19h (Text: April 2010)
 
Bei st.fux handelt es sich um einen Künstler, der sich mit jeder seiner künstlerischen Arbeiten erneut auf einen ästhetischen Balanceakt einlässt und diesen auch meist auf überraschende Weise meistert. Auf unkonventionelle Art verwendet er dabei vorgefundene Materialien unterschiedlichster Herkunft und sucht damit bewusst den Stilbruch und den Bruch mit Sehgewohntheiten. Seine Kleinplastiken, praktischer Weise großteils Wandobjekte, sind reduzierte und poetische Miniaturszenen und ironisierende, funktionsuntüchtige Fahrzeuge und Gerätschaften.

Die Arbeiten von st.fux sind auf angenehme Weise still und unaufgeregt, regen dafür aber um so mehr zum Nachdenken und Fantasieren an. Die wohldurchdachten und -komponierten Miniaturen wollen der Betrachterin/dem Betrachter ein Lächeln auf die Lippen zaubern und Freude bringen.
Jedes Objekt bietet darüber hinaus die Gelegenheit zu einer kleinen Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Dabei kann über Details nachgedacht werden oder über die Herkunft und ursprüngliche Funktion der verwendeten Teile gerätselt werden.

Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen, die Welten eines spannenden, jungen Künstlers für sich zu entdecken.

 
 

Er als Finder

(Februar 2010)
 
Materialbezogenheit, Materialfixiertheit oder vielmehr Materialverliebtheit. Das Material im Mittelpunkt, das Material als Botschaft. Der Be- und Verwahrer, der Wiederverwerter und Ansparer von noch Brauchbarem, ersetzt das Neue durch das Wiederverwertbare. Der Vorführer der Geschichtlichkeit und der Veränderung. Der Aus- und Zusammensteller fragmentierter Erinnerungen und des gänzlich Vergessenen erklärt das sich ergänzende Bruchstückhafte zum Ganzen, findet sich mit dem permanent Unvollständigen ab. Ist am ehesten Generalist und nie Spezialist, dafür einfach zu undiszipliniert, zu ungeduldig und gleichzeitig auch viel zu neugierig und unruhig. Das Unruhige wiederum getrieben durch das Zwanghafte, dem Zwang zum Ansammeln, Anhäufen und Ordnen, wo sich Teile in der Ordnung für einige Zeit wieder verlieren, untertauchen. Die Rettung der Gegenstände vorm Verschwinden als Mission.
 
 

Eine Garantie auf das Nichtwiederholbare

(Februar 2010)
 
Durch die rigide Auswahl der Materialien für die Objekte - wie es in der Werbesprache für alles mögliche Kulinarische so schön heißt: Auf die (sorgfältige Auswahl der) Zutaten kommt es an. So auch bei meinen Objekten - mein Geschmack leitet mich bei meiner Suche nach neuem Material. Ein Geschmack, der nicht starr ist sondern von mir gezielt weiterentwickelt wird, den ich auslote und die Grenzen für das Zulässige/Verwendbare bei jedem für mein visuelles Gedächtnis "neuen" Gegenstand überprüfe und meinem Fundus nur hinzufüge, was mir gefällt, mich vielleicht sogar spontan zu einer Idee für eine neue Arbeit inspiriert und meine meist strengen ästhetischen Kriterien erfüllt.
Diese zu definieren dürfte mir jedoch nicht all zu leicht fallen, wenngleich sich möglicherweise so etwas wie eine Leitlinie erkennen lässt. Eine Konstante, ein Fixpunkt ist sicherlich die Vorliebe für Gegenstände mit einer gewissen "Patina". Kaum ein Teil in meiner großen Materialsammlung ist jünger als 35, 40 Jahre. Eine Vorliebe für Szenerien mit Figuren (meist aus Kunststoff) verraten meine Objekte selbst. Holz als Träger, Plattform, Gehäuse oder Behausung spielt ebenfalls eine kaum zu übersehende große Rolle - wobei auch hier, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, kein neues Material aus der Holzabteilung des Baumarkts zum Einsatz kommt sondern Schwemmholz von Stränden, Möbelreste vom Sperrmüll, Kisterl usw. vom Flohmarkt.
 
 

In den Ritzen der Zeit
Über meinen Zugang zur Kunst und zum Entstehungsprozess meiner Objekte

(Februar 2010)
 
Meine Objekte sind in sich stimmige und schlüssige Kombinationen, bei denen in meinen Augen kein weiteres Teil mehr nötig ist, jedes weitere stören würde oder zumindest überflüssig wäre. Ein harmonisches Zusammenspiel, bei dem sich die einzelnen Komponenten gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken oder gar erst gemeinsam ihren ästhetischen Reiz entfalten. Trotz ihrer teils in Herkunft und ursprünglicher Verwendung meist großen Unterschiedlichkeit finden die jeweils zusammenpassenden Teile (Fundstücke) im Laufe der Zeit zueinander.
Wobei der Zeitraum, der für die Objektwerdung der Dinge benötigt wird, sehr unterschiedlich sein kann. Manches findet sich schnell: So kommt es manchmal vor, dass ein Gegenstand im Atelier schon einige Zeit auf dem Werktisch liegt, ohne groß beachtet zu werden, und dass ein "neues" Stück darauf oder in unmittelbarer Nähe zu liegen kommt - und dann macht es plötzlich klick - Beispiele für solche Arbeiten sind "andererseits" (C_034) und "Tanzpalast" (C_092).
Andere Arbeiten wiederum benötigen wesentlich längere Zeit - Rekordhalter dürfte hier das Objekt "Schräge Verkettung" (C_085) sein: Den flachen Klumpen geschmolzenes Metall (eine Legierung) fand ich bereits 1988 (immerhin vor 22 Jahren) auf dem Werksgelände einer metallverarbeitenden Firma, bei der ich den Sommer über arbeitete. Im Laufe der Jahre experimentierte ich mit diesem Teil immer mal wieder kurz herum und legte es wieder zur Seite. Dieses Teil (und viele andere) siedelte sieben mal mit mir um. Vor zwei, drei Jahren zeichnete sich dann schon eine Idee dafür ab - ein Vorläufer der jetzt umgesetzten Lösung. Und erst letzten Monat (Januar 2010) wurde mir klar, dass ich längst alle dafür notwendigen Teile beisammen hatte.
Aber es muss mir trotzdem erst mal einfallen (oder auffallen), welche der tausenden, in Schachteln, Kisten, Sortimentsboxen, Laden, …verstauten Gegenstände, die ich in den letzten 30 Jahren Sammeltätigkeit zusammen getragen habe, zueinanderpassen, zusammengehören, ein Ganzes bilden. Mit Augenmerk auf künstlerische Verwertbarkeit sammle ich jetzt seit 18, vielleicht auch 20 Jahren.
An dieser Stelle sei versichert, dass ich mir die Zusammenstellung der Dinge für ein Objekt nicht leicht mache. Farbe und Form spielen dabei eine große Rolle sowie die Proportionalität und die "richtige" Positionierung der Einzelteile zueinander.
Das "Schlampige" einiger Objekte ist dabei gewollt und ein künstlerisches Stilmittel.
Mögen meine Kompositionen für manche auch einfach und simpel wirken - beliebige Banalitäten sind es nicht. Das verhindert schon meine strenge Selbstkritik - das kann auch dazu führen, dass eine Arbeit auch noch nach einigen Jahren rückgebaut wird, falls ich sie zu schwach finde.
Ich bin auch nicht der große Philosoph. Beieindruckende Theoriegebäude über meine Objekte zu stülpen ist meine Sache nicht - das kann ich nicht.
Das, was ich mache, das sehe ich und "spüre" ich [keinesfalls esoterisch/spirituell gemeint]. Es ist die "spielerische" Herangehensweise, die mir liegt, das Sammeln und das ordnende Prinzip. Denn ohne Ordnung und Systematik meiner Sammlung wäre das Wiederauffinden der Teile und Teilchen wesentlich schwieriger (wenn nicht gar unmöglich).
Kunst, neben einer Vollzeitbeschäftigung zu schaffen, sehe ich für mich nicht als einen Ausgleich, nicht als "Hobby" - ich nehme die Sache ernst und möchte mich und meine künstlerische Position konsequent weiterentwickeln. Das erfordert größere zeitliche Ressourcen und Ehrgeiz. Den habe ich im Laufe der Jahre entwickelt.
 
 

Vorab zu der Installation "Spieltrieb und Gestaltungswille" (Kunstraum Nr.5)

(Februar 2010)
 
Die Treppe im Kunstraum Nr.5 stellt eine Besonderheit für einen Ausstellungsort dar. Eine Treppe, die ihrer Funktion beraubt, in der Decke des Raumes endet. So eignet sich diese Treppe im Wesentlich als Sitzgelegenheit oder eben als herausfordernde, bespielbare Fläche.

Diese Herausforderung annehmend lässt st.fux in seiner Installation "Spieltrieb und Gestaltungswille" auf der Treppe eine Landschaft aus bunten Holzbausteinen entstehen.

Einige Tausend dieser bunten Holzbausteine überwuchern die Treppe, schlagen Brücken oder wachsen als Türme ebenfalls in die Decke. Hier greifen Spieltrieb und Gestaltungswille lustvoll ineinander. Die schiere Menge einfacher geometrischer Formen wird so zu einem eindrucksvollen, sinnlichen Erlebnis für die BetrachterInnen. Erinnerungen an frühkindliche Spiel- und Bauerlebnisse werden wach und so manche/r BesucherIn möchte gern selber an diesem Bausteinparadies mitbauen, Hand anlegen.

 
 

Vorab zu der Installation "Stuwerstraße, Hst. Messe-Prater" (Atelier Babsi Daum)

(Februar 2010)
 
Die Arbeiten von st.fux für die Schaufenster von Babsi Daums Atelier sind von den Eigenheiten des Viertels und seiner Umgebung inspiriert. st.fux inszeniert eine Wanderung durch das Stuwerviertel und das angrenzende Gebiet des Praters. Auf humorvolle Weise schafft er eine Verbindung unterschiedlicher Lebens- und Alltagssituationen dieser Gegend, schafft Übergänge und Druchbrüche. Wir werden eingeladen, an einem Spaziergang durch das Viertel im "Schnelldruchlauf" teilzunehmen und einen Blick auf das Verbindende zu werfen. Mit feiner Ironie wird das Typische, die heiteren und weniger heiteren Seiten herausgearbeitet und in Szene gesetzt. In dieser alle Schaufenster übergreifenden Installation bewegen sich Figuren durch einen reduzierten Raum, schaffen Brücken, überwinden Gräben und gehen dabei durch Wände. st.fux möchte den BewohnerInnen des Viertels und den PassantInnen damit im "Vorbeigehen" Spaß und Freude bereiten, ein Schmunzeln entlocken.
 
 

Vorab zu der Installation "Spieltriebe" (Schauraum)

(Februar 2009)
 
Bei den Vorbereitungen für die Installation „Spieltriebe“, dem Zusammentragen dieser großen Menge an bunten Holzbausteinen in den letzten beiden Jahren, wurde mit bewusst: Was für die einen die ersten Buntstifte, die Wasserfarben gewesen sein mögen, waren für mich in meiner frühen Kindheit ein paar bunte, robuste Holzbausteine. Die den Grundstein für meinen Gestaltungsdrang, für meine künstlerische Ausdrucksform legten.
 
 

Zu Material und Entstehungsprozess

(Februar 2009)
 
Die Materialien, die ich für meine Objekte verwende, stellen eine gemeinsame Klammer dar, wobei ich mir bei der Verwendung von Fundgegenständen sehr wohl Selbstbeschränkungen auferlege und keinesfalls eine bunte Beliebigkeit (im Sinne eines „bunten Durcheinanders“) entstehen lasse. So entstammen die verwendeten Dinge nicht der aktuellen Zeit, sind formal einfach gehalten und zeigen meist Spuren des Gebrauchs. Stylische, künstlerisch oder kunsthandwerklich überformte Gegenstände sowie (meist in Massen billig produzierter) plumper Dekorationskitsch sind für mich tabu.

Stand am Anfang meiner künstlerischen Entwicklung (ab 1993) noch das Ready-made, entwickelte ich mich über die Assemblage zu meinen heutigen Objekten, wo ausgehend von einem kleinen Gegenstand, einer kleinen Figur rund um diese/n eine Miniaturlandschaft, eine kleine Szene entsteht. Dabei passiert der Zugang nach einer intuitiven Phase ähnlich wie bei einer kniffligen Denksportaufgabe. Bei den einfacheren Objekten kann dies jedoch auch spontan und experimentell passieren.

Bei der Realisierung meiner Objekte verlasse ich mich ganz auf das „Bild im Kopf“, das beim vorangegangenen Nachdenk-/Entwicklungsprozess von der jeweiligen Arbeit entstanden ist und fertige diese meist gänzlich ohne Plan; teilweise müssen dann noch während der Herstellung wichtige Teile gefunden werden. Dabei birgt das Arbeiten aus dem Kopf heraus das Risiko, dass am Ende das Objekt nicht in allem dieser „Visualisierung“ entspricht.

Zentraler Bestandteil meiner Arbeiten sind auch die jeweiligen Titel, die den feinen Witz der Objekte zusätzlich herausstreichen und verstärken sollen und gleichzeitig dem/r Betrachter/in bei der Interpretation hilfreich sein können.

 
 

Künstlerische Haltung

(Jänner 2009)
 
Meine Objekte und Miniaturwelten sind ein Kontrapunkt zu der uns umgebenden Nüchternheit und Zweckorientiertheit, mit der auch viel Einfaches und Rohes verschwunden oder zumindest verschütt´ gegangen ist unter einer alles überwuchernden, sich stets neu anpassenden Schicht Buntheit der multimedialisierten Waren- und Werbewelt, die sich immer schneller neue ästhetische Ausdrucksformen aneignet, einverleibt, assimiliert.

Die Einfachheit meiner Objekte dient jedoch nicht der Hinterfragung sondern entspringt meiner ästhetischen Haltung. Meine Objekte sind nur in wenigen Fällen Ausdruck meiner Kritik an äußerst fragwürdigen gesellschaftlichen Entwicklungen (Beschleunigung und totale Ökonomisierung aller Lebenszusammenhänge, soziale Ausbeutung und das ungehemmte Voranschreiten der Umweltzerstörung, ...) sondern Spiel mit den Themen Bewahren, Sammeln, Erinnern, Kombinieren, Wiederverwerten und somit eher ein Rückzug in eine selbst gewählte Nische.

 
 

Objekte und Objektkunst

(2007)
 

st.fux verwendet für seine Objekte großteils Fundobjekte, die nachbearbeitet werden und zu Dioramen und Apparaten zusammengebaut werden. In den Objekten geht es um Verlust und Bewahren, Verschwendung und Wiederverwertung, Oberfläche und Inhalt. Patina und Brüchigkeit stehen schnelllebigem Glanz gegenüber und erzählen kleine Geschichten.

Wandobjekte, inspiriert von Dadaismus & Surrealismus, Pop Art & Fluxus, Art Brut & Outsider Art.

 
 

Text zu den Objekten und Collagen

(2006)

 

Aus der Bedeutung Gefallenes, Weggeworfenes, Liegengelassenes, Vergessenes, Unmodernes als Ausgangsmaterial für Transformationsprozesse, Umformungen zu Neuem, Anderen.

Die Objekte entstehen an der Grenze zum Unbewussten, schöpfen aus verschiedenen Themen und Gebieten, ohne sich bloß an bereits Gewesenem oder Bekanntem zu orientieren, es entstehen eigenständige Produkte.

Die Aussagen gehen über die Form und die Materialität hinaus, spielen mit den Gedanken oder irritieren diese. Statt dem Hang zum oberflächlichen Glanz bieten die Objekte das Raue und Rohe, das kindlich Verspielte und Naive, die Ruhe und den Ausgleich.

 

 

Über den Entstehungsprozess der Objekte und Collagen

(2006)

 

1. Die Materialsuche
findet quasi immer und überall statt, von der Küche bis zu diversen Ufern

2. Die Materialauswahl
pragmatisch-intuitiv, "werde ich es brauchen oder nicht"; Kriterien dafür sind u.a. Materialart und - zustand, Oberflächenbeschaffenheit, Funktionalität, Verarbeitbarkeit, Verfügbarkeit, …

3. Materiallager
umfasst einen Fundus von geschätzten tausend, wahrscheinlich aber mehr, Teilen; vieles davon sortiert und rasch auffindbar, aber eben nicht alles

4. Materialarten
Trennung in "Informationsträger" und "Objektträger", Ergänzungen, Kleinteile, …

5. Verarbeitung
a) spontan: alle nötigen Teile sind vorhanden und ergeben ein klares "Bild"
b) Reifungsprozess: Teile "finden sich nicht" oder die Objektaussage ist noch vage

 
 
some pictures of my material collection >>>
 

st.fux - flotsam conglomeration- About my found objects

(2007)
 
Lost, worthless, obsolete, meaningless things and trash are the raw materials for my objects. I collect these things mostly along rivers, on detritus and dumps. The material regenerate specific surface properties by the long contact with water and sun - this is what it makes interesting and precious for me. On flea markets and bulk wastes I can also find some unsought goods with patina and history.

I develop new objects by combining and transforming the found material, therefore my objects come into existence near the border to subconscious. Formerly old things enhance content, come into value and give a wide scope for reflections and interpretations. While creating my objects, I'm not orientating on existing and well known products, but on the things themselves. The material's diversity leads me to several themes and statements.

My objects are not only defined by form and materiality, I try to tell stories with my machines and dioramas and fire the imagination of the viewers.

With my recycled objects I also want to issue a political and economic contradiction:
Recycling former useful goods becomes more and more important; the prices for scrap metal, recovered paper and similar materials are rising on the international markets. At the same time the worldwide industry is producing more and more useless disposable consumer goods to keep the money machinery fast running.

 
st.fux / Stefan Fuchs
Meinen Künstlernamen st.fux habe ich mir 1993 zugelegt als Zusammenziehung und Kurzform meines Namens. Damals waren Computer noch nicht Alltagsgegenstand und so merkte ich erst später die Ähnlichkeit mit den dreistelligen Dateierweiterungen der Windows-Welt.
Heute, so kommt mir vor, hat kein Mensch mehr einen Künstlernamen, wer weiß, vielleicht sollte auch ich zu meinem Namen zurück kehren?
 
st.fux, ohne Leerzeichen nach dem Punkt, der Punkt wird mitgesprochen, also estepunktfux
 
 

Qualitätssicherung

Jede Arbeit seit dem Jahr 2000 ist fotografisch erfaßt, vermessen und im Werkverzeichnis vermerkt. Mein großer Dank an dieser Stelle gehört Andreas Kilian, von dem ein Großteil der Objektfotos stammen.
 
 
 
 

inspirierende Fundstücke für neue  Kunstwerke
Übersichtlichkeit im Atelier, in der Werkstatt für neue Kunst
Detail aus dem Atelier, hier entstehen neue Kunstobjekte
Sortiment von Metallobjekten für zeitgenössische Plastiken
Eichelhäher wartet auf die Verarbeitung zu einem neuen Objekt
Fundgegenstände found objects konvolut kreatives chaos
kreatives chaos im atelier neue arbeiten entstehen
fundgegenstände werkstatt für ideen künstlerischer schaffensdrang
Präparate im Atelier st.fux
Detail aus dem Atelier st.fux
Kleinteile Material Sortiment Box Kasten Ladenschrank
Von Kunst leben Kunstinvestment Kunstsammler
Sortimentsbox für zukünftige zeitgenössische Kunst
Metallteile moderne Plastik
Blumenschmukc Collagen Assemblagen
artwork object art assemblage art
st.fux Objektkunst zeitgenössichse Kunst
Groschenhefte alte Zeitschriften Collagen
Stempelkunst mail art st.fux
textile Kunst textile Objekte
ein kunstwerk entsteht im atelier von st.fux
Einblick ins Atleir von st.fux Objektkunst
künstlerische Materialien Ordnung der Dinge
Ausgangsmaterial für Objekte
Fundgegenstände für Objektkunst
Krimskrams vom Flohmarkt
Sammelsurium Metallobjekte
Konvolut Spielzeug Objekte Kunst
Holzobjekte Objektkunst Surrealismus Exotik
Fundus Objekte Sammlung Kunst
Figuren und objekte
Bastelmaterial aus Holz Holzobjekte
Metallobjekte Ausgangsmaterial für Objektkunst